Waschhaus Lütishofer Chorhof

Beromünster LU

Das Waschhaus wurde vermutlich im Zusammenhang mit dem Neubau des Lütishofer Chorhofes 1794 errichtet. Die früheste schriftliche Erwähnung ist in den Bauamts-Jahresrechnungsheften von 1794/95 zu finden. Dort steht ‚Ein Schloß ans Wäschhaus im Lütishofischen Chorhof 3 Gulden‘. Das Waschhaus wird schon seit geraumer Zeit nicht mehr als solches verwendet.

Das eingeschossige Gebäude mit rechteckigem Grundriss und Satteldach, wird mit einem Kamin mit markanter Haube bekrönt. Die Wände sind gemauert und verputzt. An der östlichen Giebelseite befindet sich der Eingang, die Traufseiten weisen jeweils zwei kleine vergitterte Fenster mit Sandsteineinfassung auf. Der ansonsten leere Innenraum wird durch den Rauchfang an der westlichen Wand dominiert.

Die restauratorische Befundsicherung erfolgte von September 2019 bis Mai 2020, durchgeführt durch Studentinnen des Fachbereichs Konservierung&Restaurierung der Hochschule der Künste Bern unter Mithilfe des Restaurators. Zudem wurde 2019/20 durch Handwerkerinnen des Lehrgangs «Handwerk in der Denkmalpflege» eine Modularbeit zum Waschhaus erstellt. Auf Basis dieser Arbeiten wurden die Massnahmen definiert.

Die Massnahmen wurden von Juli bis Oktober 2021 durchgeführt. In einem ersten Schritt wurden die harten, zementhaltigen Ergänzungen entfernt. Danach wurden alle Fehlstellen im Verputz geschlossen, wobei die Massnahmen nach Schadensbild differenziert zur Anwendung kamen. Fehlstellen bis aufs Mauerwerk wurden mit einem Kalkmörtel mit einem Sandzuschlag 0-4mm ergänzt. Kleinere Fehlstellen des Deckputzes wurden mit einem Kalkmörtel mit feineren Sandzuschlägen geschlossen. Ansonsten wurde die originale Putzoberfläche nur gereinigt und nicht weiter behandelt.

Projektblatt herunterladen