Die Todesbilder im Bischöflichen Schloss

Chur GR

Die Todesbilder wurden 1543 unter Bischof Luzius Iter von einem bisher nicht identifizierten Künstler gemalt. Als Vorlage dienten dem Künstler die Holzschnittfolge von den Bildern des Todes von Hans Hohlbein dem Jüngeren.

Bis 1882 waren die Todesbilder an ihrem ursprünglichen Platz im Südtrakt des Bischöflichen Schlosses, bevor sie wegen Umbauarbeiten versetzt werden mussten. Es folgten zwei weitere Restaurierungen und Dislozierungen (1943 und 1979), bevor sie 1981 im Kulturgüterschutzraum des Rätischen Museums verpackt eingelagert wurden.

Die Basis der Restaurierung von 2019 lieferten Untersuchungen die 2005 und 2012 bei der Verlegung der Bilder vom Kulturgüterschutzraum, in einen Raum im Erdgeschoss des Bischöflichen Schlosses durchgeführt wurden. 2014 wurden drei Musterfelder bestimmt die in unterschiedlichem Zustand erhalten waren. In den Musterfeldern wurden die 2012 vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt.

Bei der Restaurierung 2019 -20120 wurde in einem ersten Schritt die aufgeklebte Randsicherung und Reste vom Klebemittel mit Aceton entfernt. Anschliessend wurden die ganzen Bildfelder gereinigt, wobei ältere Firnissschichten sowie Rötel Zeichnungen und Notizen belassen wurden. Ausbrüche des Putzes im Randbereich wurden mit einem Kalkmörtel, der in Farbe und Körnung dem Originalputz angeglichen wurde, ergänzt und stabilisiert. Die Kittungen wurden farblich mit Kalk und Aquarell an den Bildhintergrund angepasst ohne fehlende Partien zu rekonstruieren. Die kleinen Fehlstellen in der Bildfläche wurden mit einer Punktretusche retuschiert.

Nach der Restaurierung konnten die Bilder in einem klimatisierten Raum im Keller des neu geschaffenen Domschatzmuseums wieder aufgestellt werden.

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